Über
Straßenfest Alarichstraße
© IG Straßenfest Alarichstraße, Köln-Deutz 2017

Ein kleiner Rückblick auf das Straßenfest und seine Geschichte...

1981 hatten fünf Familien die Idee zu einem Nachbarschaftsfest in der Alarichstraße. Im Jahre 1982 wurde das erste Straßenfest in unserer Straße gefeiert.  Das Startkapital wurde zu je DM 100,- von sieben (Gründer-)Familien vorgelegt und betrug damals DM 700,-. Mit viel Elan, Improvisation und noch mehr Idealismus wurden die Möglichkeiten geschaffen, unseren Besuchern Kuchen, Kaffee, Bier und Würstchen anzubieten. Hierbei eigneten sich Tapeziertische genau so gut, wie die Küchentische der Nachbarschaft. Auf dieses erste Fest folgten nun - alle Jahre wieder im Juni - unsere Straßenfeste. Ob im Regen oder in der Sonne, nichts konnte die Nachbarschaft abhalten "ihr" Fest zu feiern. Die Gruppe der Aktiven ist über die Jahre von ehemals sieben „Gründerfamilien“ auf ca. vierzig „arbeitende Nachbarn“ angewachsen. Außerdem werden aus der weiteren Nachbarschaft von privater und geschäftlicher Seite Kuchen, Blumen für den Tischschmuck und kleine Geldspenden beigesteuert.  Auch das Inventar nahm über die Jahre allmählich zu, so dass heute von der Reibekuchenpfanne bis zur Zuckerwattemaschine alles zur Abwicklung eines gelungenen Festes vorhanden ist. Mit Utensilien sind wir sehr gut ausgestattet, aber was würde das alles bringen, wenn das Wichtigste, das begeisterte Engagement der Nachbarschaft fehlte. Deshalb darf an dieser Stelle auch ein herzliches „DANKESCHÖN“ an alle Mitstreiter, ob jung, ob alt, nicht fehlen. Dank gebührt auch dem Kölner-Stadt-Anzeiger, der Kölner Rundschau, dem Wochenspiegel sowie dem Deutz inform. Diese Blätter haben uns immer wieder mit interessanten Artikeln über unser Fest begleitet. Rückschläge mussten wir trotzdem immer wieder einstecken. So ergab es sich, dass an dem Straßenfestabend im Juni 2000 die ruhmreiche deutsche Fußballnationalmannschaft gegen England spielte. Natürlich verloren die Burschen. Die Gesichter unserer Gäste auf dem Straßenfest wurden immer länger und länger. Der Abend war negativ gelaufen. Fazit für uns: ca. 30% weniger Umsatz und leider auch 30% weniger Spende.   Wir konnten im Jahr 2000, nach Abrechnung aller Kosten, einen Betrag in Höhe von DM 2.500,- als Spende an die Josefs-Gesellschaft übergeben. Im Jahr 2001 feierten wir mit großem Erfolg, ohne Fussball, unser 19. Strassenfest und konnten aus dem Erlös eine Spende in Höhe von DM 4.500,- überreichen. Diese Erfolgsstory konnten wir für unser 20. Straßenfest weiterschreiben. Es kam am 08.Juni 2002 alles Positive zusammen. Die - wie gewohnt - gute Arbeit der Veranstalter, die sehr vielen Besucher und ein wunderschöner Sonnentag. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn wir konnten der Josefsgesellschaft einen Betrag in Höhe von € 2.500,00 übergeben. In den Jahren 2003 und 2004 folgten ähnlich gelungene Feste, die weitere, hohe Spenden zuließen. Lediglich in den beiden letzten Jahren hatten wir eher Pech. Irgendwie wollte Petrus (der uns über die lange Zeit oft gut gesinnt war) kein Auge auf uns werfen und das Straßenfest litt unter Regen und Sturm. Trotz der widrigen Umstände war es uns möglich, kostendeckend abzuschließen, aber leider blieb uns für eine Spende im Jahr 2006 keine Luft mehr. In den nächsten Jahren gelang es uns, immer wieder eine Spendensumme zu generieren. Immer wichtiger wurde auch die Suche nach neuen Mithelfern, denn nur mit vielen Händen ist ein Fest unserer Größenordnung. Hier half auch eine Umstrukturierung innerhalb der Organisation; es bildete sich ein Orgateam in der die die nächste Generation federführend sein sollte. Selbstverständlich unterstützten uns dabei auch noch Mitglieder der “alten” Orga. Tradition wird an vielen Stellen bewahrt, Neues hielt aber an vielen Stellen auch Einzug. Viele Aufgaben wurden anders verteilt, organisatorische Fachbereiche geschaffen und ja, ein Konto wurde eingerichtet. So stemmten wir das Straßenfest bis zu seinem 30ig-jährige Jubiläumsfest genauso, wie die beiden folgenden Jahre. Dabei können wir mit Stolz behaupten, dass eine ganz wichtige Tradition beibehalten wurde: Wir sind und bleiben ein nicht-kommerzielles Fest, dass sämtliche Überschüsse spendet. Wenn wir allerdings unsere Spenden über die Jahre verfolgen, können wir feststellen, dass wir seit dem Jahre 1990 bis zum heutigen Tag eine Gesamtspendensumme in Höhe von weit über 50.000,-€, an die Josefs-Gesellschaft übergeben konnten. Unsere Spenden wurden für die Kinder und Jugendlichen innerhalb der Rehabilitation oder der Krankenstation eingesetzt und wir unterstützten bereits mehrfach das Anna-Roles-Haus, eine Einrichtung in der junge Menschen mit Handicap leben.  
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